Int. Museumstag – Rundgang Dokumentationsort

Am 21. Mai, dem Internationalen Museumstag, bietet die KZ-Gedenkstätte Flossenbürg um 14 Uhr einen Gelände-Rundgang in Hersbruck an. Treffpunkt ist am Dokumentationsort Hersbruck (Badstraße, in unmittelbarer Nähe der Therme Hersbruck). Die Teilnahme ist kostenlos.

In Hersbruck befand sich von Juli 1944 bis April 1945 das zweitgrößte Außenlager des Konzentrationslagers Flossenbürg. Wo in Hersbruck heute das Finanzamt steht, befand sich zuvor die ehemalige Kommandantur des KZ-Außenlagers. Wo heute Autos parken, war der Appellplatz. Viele Relikte, die an den NS-Terror in Hersbruck erinnern, sind verloren oder historisch überformt. Mit Beginn der 50er Jahre wurde das Gelände allmählich überbaut. Eine Wohnsiedlung entstand. Erst seit den 1980er Jahren wird das KZ-Außenlager langsam Teil des kollektiven Gedächtnisses. In einem Rundgang begeben sich die Teilnehmer auf Spurensuche. Durch Dokumente und Erinnerungen von Überlebenden wird die Topographie des Lagers erfahrbar. Gemeinsam gehen wir der Frage nach: Wie hält man die Erinnerung an einem Ort lebendig, dessen Spuren verwischt sind?